Kultur & KI

KI: Die Technik ist bereit – die Menschen zögern

Warum scheitern so viele KI-Projekte, obwohl die Technik längst bereit ist? Diese Frage hat unser Gründer Roger Wernli gemeinsam mit Daniel Marek im aktuellen «Organisator» aufgearbeitet. Wir fassen die Kernargumente zusammen und ordnen sie mit dem ein, was wir in Projekten sehen.
Portrait Roger Wernli

Roger Wernli

Founder & CEO
Veröffentlicht am 8. September 2026

Der Gap liegt nicht in der Technologie

Fast neunzig Prozent der Unternehmen behaupten, KI einzusetzen, doch nur ein Bruchteil schafft den Sprung vom Pilotprojekt in einen produktiven Betrieb. Dieser Gap entsteht laut den Autoren nicht durch schlechte Technologie, sondern durch mangelnde Begleitung und fehlende Befähigung. So werden neue, teure Systeme eingeführt, die von der Belegschaft «still und leise» sabotiert werden.

Das deckt sich mit dem, was wir in Projekten sehen: Ein Tool löst wenig, solange der Ablauf dahinter nicht stimmt und das Team nicht mitgenommen wird.


Drei Barrieren, die aus dem Change Management bekannt sind

  • Unwissen und Überforderung: Die Folgen von KI werden kleingeredet oder dramatisiert – und wem die Sicht auf den gesamten Prozess fehlt, kann das Potenzial von KI kaum erkennen.

  • Macht der Gewohnheit: Neue Abläufe rütteln an etablierten Routinen und Rollen. Das Alte hat den Vorteil, dass seine Nachteile bereits bekannt sind.

  • Die Angst-Falle: Sorge um Stelle oder Reputation führt zu «KI-Mimikry» – man inszeniert eine digitale Souveränität, die in der Praxis keine Anwendung findet.


Warum das für uns relevant ist

Genau hier setzen wir an: Wir möchten Prozesse verstehen, die Menschen dahinter mitnehmen und die technisch eine saubere Umsetzung finden. Entsprechend sind unsere Produkte keine Chat-Abos, sondern Integrationen in bestehende Abläufe. So automatisiert PrevionDOX regelbasierte Dokumentenprozesse und PrevionBOT verbindet Sprachmodelle mit dem Dokumentenbestand einer Organisation. Beide werden auf Schweizer Infrastruktur gemäss revDSG und DSGVO gehostet.

Das Fazit der Autoren: KI ist kein technisches Upgrade, sondern ein kulturelles Wagnis.
Ein Detail der Ramp-Studie deckt sich mit unserer Arbeit: Die Firmen mit messbarem Effekt sind laut Studie jene, die mehrere Modelle einsetzen und mit Coding-Agents und APIs arbeiten — nicht jene mit einfachen Chat-Abonnements. Der Unterschied liegt also weniger im Zugang zu KI als in der Tiefe der Integration in bestehende Prozesse.

Der vollständige Beitrag von Daniel Marek und Roger Wernli ist im «Organisator» 7-8/2026, Seiten 13–15, erschienen:

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